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Schloss Häsen

Herrenhaus Häsen und Wirtschaftshof der Gutsanlage

Herrenhaus; Baudenkmal (Objekt-Dok.-Nr. 09165201)

Das Zentrum der Gutssiedlung Häsen bildet die aus mehreren Gebäuden bestehende Gutsanlage.

 

Bau Herrenhaus (sog. Gutshaus):

Spätbarocker zweigeschossiger schlichter Fachwerkbau (1) von sechs Achsen unter Mansardwalmdach. Das Gutshaus wird als herrschaftlicher Witwensitz um 1738 mit Übersiedlung der Witwe des Samuel von Hertefeld offenbar errichtet. Zu diesem Zeitpunkt wird das Gut Häsen als Rittersitz erwähnt. 1791 wurde das Gebäude ein Raub der Flammen. Die Brandruine wurde im 19. Jahrhundert in den Neubau einer Brennerei einbezogen und das alte Verwalterhaus fungierte nun als Gutshaus. Es wurde mit Ziegelausfachung erneut und erhielt parkseitig einen Treppenturm. Das Gutshaus befindet sich in Privatbesitz und wird seit 2019 umfassend denkmalgerecht saniert.

 

Das nördliche Stallgebäude (2) steht an der Stelle eines Vorgängerbaus aus Fachwerk von 1825 und trägt an dem Giebel des östlichen Dacherkers über einer Ladeluke im Obergeschoss die Inschrift 1911. Vermutlich erfolgte bereits im 19. Jh. ein Ersatzbau aus Feldsteinen, bevor Anfang des 20. Jh. unter Verwendung von Teilen dieses Feldsteinbaus der heutige Bau errichtet wurde. So befindet sich an der Rückseite und an den Giebelseiten des Erdgeschosses noch das Feldsteinmauerwerk des Vorgängerbaus, während die dem Hof zugewandte Südseite des zweigeschossigen Stallgebäudes über einen niedrigen Feldsteinsockel vollständig aus gelben Sichtziegeln verfügt. Das Zwischengesims besteht aus einem doppelten deutschen Band. Die Giebel bilden die gestalterischen Zentren des Stallgebäudes. Beim östlichen Giebel gibt es in der Mittelachse über einem Tor zwei große Ladeluken. Darüber folgt ein überdachter Aufzugsarm, eine Uhr und an der Giebelspitze eine überdachte Glocke. Die kleine Verdachung über der Glocke wird bekrönt von einem zierlichen, aus Zink gefertigten Dachaufsatz in Form einer Sonne. Auch der westliche, dem Gutshaus zugewandte Giebel, zeigt an seiner Spitze eine zierlich zinkende Wetterfahne in Form eines springenden Pferdes.

 

Das südliche Stallgebäude (3) ist ein langgestreckter eingeschossiger Bau aus dem 19. Jahrhundert mit hohem Drempel. Der Ursprungsbau besteht aus Feldsteinen, die Gebäudekanten und die Wandöffnungen werden durch rote Ziegel eingefasst.

 

Die südöstlich des Gutshauses befindliche Scheune (4) besitzt an der zum Gutshaus gerichteten Giebelseite die Inschrift „1896“, die auf das Baujahr der Scheune verweist. Der massive, eingeschossige Bau besteht größtenteils aus Feldsteinmauerwerk. Rote Sichtziegel befinden sich an den Giebeldreiecken, den Gebäudekanten und den Bereichen um die Wandöffnungen. Die von Ziegeln gerahmten Segmentbogenfenster besitzen teilweise noch die ursprünglichen Eisensprossenfenster.

 

Östlich der Scheune steht die zweigeschossige ehemalige Brennerei (5) mit einem inschriftlich belegten Bau-Datum von 1890. Es handelt sich im Kern um ein L-förmiges Gebäude mit einem längeren nördlichen und einem kürzeren südlichen Flügel. Die Satteldächer beider Flügel stehen im rechten Winkel zueinander. Der rote Sichtziegelbau mit sparsamer Fassadengliederung steht auf einem ca. 1,30 m hohen Feldsteinsockel.

 

Nördlich des Guthauses befindet sich ein Kellergewölbe (6). An dieser Stelle war 1825 neben dem Gutshaus das einzige massive mit Ziegeln ausgefachte Gebäude der Gutsanlage verzeichnet. Noch auf dem Messtischblatt von 1881 war an dieser Stelle ein Gebäude eingezeichnet. Heute sind von den oberirdischen Teilen nur noch Reste erhalten.

 

In der Nähe des Gutshauses haben sich Reste der ehemaligen Umfriedungsmauer (7) des Gutsparks (8) erhalten. Die aus Feldsteinen gefertigte Mauer ist heute ca. 1,50 m hoch.

 

Bau Herrenhaus

Quellen:
  • Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler; Georg Dehio, 3. Auflage 2012;

  • Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und archäologisches Landesmuseum; Denkmalliste

  • Gutachten des Landkreises Oberhavel zur Denkmaleintragung vom 09.04.2003

  • Aus der Geschichte der Schlösser und Herrenhäuser des Löwenberger Landes; Jörn Lehmann; ISBN 978-3-9472-59-17-5

 

Lageplan:

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